Basko bekamen meine Eltem, meine Oma und ich mit 9 Wochen.
Er hatte von Anfang an ein gutes Leben. Basko wohnt in einem Haus
mit Garten in Deutschland. Wir hatten aus einem Pappkarton eine kleine Hütte gebastelt,
damit er sich verstecken konnte,
wenn er Angst gehabt
hätte. Aber er
nutzte sie kaum. Außerdem stand ein großes Körpchen im Schlafzimmer. Dort schlief er eine lange
Zeit. Als er aber anfing, das Bett meines Vaters anzuknabbern, musste
er im Flur schlafen, wo es im Sommer angenehm kühl ist. Zuerst gab es
ein paar Probleme zwischen Basko und mir. lch war erst acht Jahhre alt
und hatte vorher nie einen Welpen gehabt. Daher kannte ich dieses
spielerische Zwicken nicht und rannte davon. Mein Vater hatte nie
geglaubt, dass wir uns jemals verstehen würden. Meine Mutter glaubte
trotzdem an eine Freundschaft.
Einmal knabberte Basko den Balkon an und meine Mutter
schimpfte mitt ihm. Seit dem knabbert er nichts mehr an und auch mein
Spielzeug blieb verschont. Mit der Zeit passten Basko und ich immer
besser zusammen und wurden immer unzertrennlicher. Wenn es im Sommer
richtig heiß
wurde, sprang Basko mit mir in mein Aufblasbares Schwimmbecken, so
plantschten wir zusammen. Wenn mein Vater morgens mit Basko einen
Spaziergang machte, brachte er mich gleich zur Grundschule. Kleine
Kinder aus der ersten und zweiten Klasse gingen auf Basko zu, umarmten
ihn und sagten:" Guten Morgen Basko! " Das ließ
er sich immer und zu jeder Jahreszeit gefallen. Basko ist eher so ein
richtig ruhiger Typ. lch fing an, mit ihm auf dem Hundeplatz zu arbeiten. Wir lernten zusammen die Unterordnung, obwohl Basko das alles
schneller begriff, als ich.
Wir sehen Ria und Albert
regelmäßig,
ungefähr vier mal im Jahr.
Zweimal fahren wir nach Holland und zweimal sind wir auf
Ausstellungen in Dortmund/Deutschland, auf der wir die Beiden auch
kennengelemt haben. Meist
verbinden wir einen Besuch direkt mit unserem Urlaub, den wir in
Holland am Meer machen. Trotzdem ist Basko nicht sehr begeistert van
der Idee, im Meer schwimmen zu gehen, egal, ob meine Eltem und ich im Wasser sind ader nicht. er steht am Strand
und jault.
So war es auch im Sommer 2002!!
Diesmal waren wir während des Urlaubs bei Ria und Albert,
sonst waren wir da, wenn wir auf dem Weg nach Hause waren. Also hatten
wir mehr Zeit. Ria und Albert haben gesunde und kräftig gebaute Hunde.
Aber als wir diesmal kamen, waren wir schon verwundert. Da lief ein
kleiner, abgemagerter Hund herum. Natürlich fragten wir, was mit ihm
war, denn er fiel sofort auf. Dann erzählten Ria und Albert:
Als Axl damals mit 9 Wochen verkauft wurde, war er der schönste
Welpe aus dem Wurf. Und er hieß
auch
noch nicht Axl, sondern Preston.
Die Interessenten konnten noch nicht ganz bezahlen, aber
Ria und Albert gaben ihnen den Hund trotzdem mit, weil sie Kinder
hatten und die sich so darauf gefreut hatten. Die neuen Besitzer
beklagten sich, der Hund wäre nicht stubenrein und das auch nach
langer Zeit nicht. Dann flog die ganze Famillie nach Mallorca, aber
ohne Hund. Ein Bekannter der Familie, ein Alkoholiker, sollte sich um
den Hund kümmern und ihn füttern, aber er verkaufte das Futter und
holte sich Alkohol dafur. Die Nachbarn merkten, dass der Hund alleine
war und nichts zu fressen bekam. Damit er nicht verhungerte, warfen
die Nachbarn durch das auf Kipp gestellte Fenster Katzenfutter herein.
Weil Ria und Albert das restliche Geld nicht bekamen, fuhren sie dort
hin und fanden den Hund. Er war voller Flöhe und Insekten und er war
abgemagert. Er wog mit 7 Monaten nur 14 Kilo. Die
Beiden holten den
Hund da raus und bauten ihn auf. Und trotzdem war er so dürr als wir
ihn sahen. Ria ließ
gleich den Namen ändern, ließ gleich im Stammbaum Axl eintragen, damit er sich durch den Namen nicht an
die Vergangenheit erinnerte. Mein Vater wollte schon lange einen
zweiten Hund, aber meine Mutter nicht. Aber jetzt wollte sie auch
einen zweiten, nämlich Axl. Mein Vater rief meine Oma an, ob ein
zweiter Hund okay wäre und als sie die Geschichte hörte, sagte sie
zu. Wir überrumpelten Ria und Albert zwar mit unserem Entschluss,
aber es war okay. Denn sie sehen Basko oft und wussten, dass es Axl
dann genauso gut gehen würde wie Basko.
Als wir zurück zu unserer Ferienwohnung fuhren, war Axl
die ganze Zeit auf meinem Schoß. Axl hatte Angst vor Männern, weil er
wahrscheinlich von einem Mann geschlagen wurde. Er hatte offene
Ellenbogen und eine riesige Macke am Kopf. Mein Vater hatte tagelang
auf dem Boden gelegen, um Axl's Vertrauen zu gewinnen. Die vorherigen
Besitzer sagten zwar, Axl wäre nicht stubenrein, aber am nächsten
Tag weckte er mich um 6 Uhr, weil er raus musste. Mittlerweile sieht
er aus wie ein normaler Hund, es geht ihm gut. Sobald er Ria und
Albert oder derren Grundstück sieht, dreht er durch vor Freude. Er
ist jetzt eher ein richtig stürmischer Hund und auch Männern gegenüber
ist er nicht mehr ängstlich.
Basko akzeptierte Axl sofort, er ließ
ihn sogar aus seinem Napf fressen. Sobald die Terassentür auf ist,
gehen die Beiden raus und spielen.Es tut ihnen gut, zusammen zu sein,
denn sie haben mehr Bewegung,
weil sie jetzt immer einen
Spielkameraden haben. Und Basko ist jetzt nicht nur ruhig, sondern
auch mal ein bisschen stürmischer
als früher.
Im Gegensatz zu Basko machte Axl zu Anfang einiges
kaputt.
Zuerst knabberte Axl die Treppe an und dann zerflückte er
meine besten Schuhe. Aber mittlerweile lässt er auch das sein. Jetzt
hat auch Axl ein gutes zu Hause.
Sarah
Kranz