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Hellweger – Anzeiger                                                                                    Unna 29.03.2005

Entenhausen liegt für einen Tag am Mühlbach

 

Plastikentenrennen lockt Nachahmer Mini-Volksfest nach Mühlhausen

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Mühlhausen | Bob Marley geht im Mühlbach baden. Zumindest eine gelbe Plastikente, die den Namen der Reggae-Legende trägt.

Einschüchterungsversuch von Hund Balu vor dem Wettrennen

Von Jubelschreien und Anfeuerungsrufen der Zuschauer begleitet lieferten sich etwa 150 Plastikenten am Ostersonntag ein Wettrennen auf dem Mühlbach. Das witzige Entenrennen von Mühlhausen lockte in diesem Jahr sogar Nachahmer.

Mitglieder des Lions-Clubs aus Hamm beobachteten in Mühlhausen, wie ein solches Wettrennen zu organisieren ist, um demnächst selbst eines auf der Ahse zu veranstalten. „Wir freuen uns, dass auch überregional Kenntnis von unseren Aktionen genommen wird“, sagte Rennleiter Paul Raupach.

Dabei gab Raupach zu, das Entenrennen selbst abgeschaut zu haben. „Vorbild für diese Veranstaltung ist Arnsberg. Da hat das Rennen schon Volksfest-Charakter und die Enten werden containerweise in die Ruhr eingelassen“. In Mühlhausen ist Ostern der letzte mögliche Zeitpunkt für den Wettkampf des Plastikgefieders. „Im Mai müssen wir schon damit rechnen, dass der Mühlbach trocken liegt. Zu Ostern haben wir noch die richtige Fließgeschwindigkeit“, stellte Raupach fest.

Für drei Euro konnten kleine und große Kinder eine Plastikente ins Rennen schicken. „Ich mache hier nur aus Spaß mit. Wäre zwar toll, wenn ich etwas gewinne, aber wenn ich leer ausgehe bin ich nicht traurig“, sagte die zehnjährige Pia Lange.

Der Erlös des Entenrennens kommt dem Verein zur Förderung der Kultur und Integration in Mühlhausen-Uelzen, kurz „KIMU“, zugute. Unter Integration versteht der KIMU die Eingliederung der neu Zugezogenen in die Dorfgemeinschaft. „Mit dem Erlös veranstalten wir dann das Weihnachtsfest für Väter oder führen infrastrukturelle Maßnahmen durch, indem wir was für den Spielplatz anschaffen“, so Raupach.

Als die Enten nach fast einer halben Stunde ihr Ziel am Sportplatz erreichten, ertönte wieder Jubelgeschrei. Während des Rennens hatten die Kinder ihre Enten am Ufer verfolgt und mitgebangt.

Am Ende setzte sich der gelbe Schwimmvogel von Aaron Eisenhard durch. Den zweiten Platz belegte das Plastiktier von Andreas Perschin, Dritte wurde Elena Schudde.

Beinahe hätten die gelben Tierchen ihr Ziel am Sportplatz nicht erreicht. Einige Jungen hatten mit Steinen und Geäst einen kleinen Staudamm errichtet. Doch aufzuhalten war das Entengeschwader nicht – genauso wenig wie der Erfolg des kuriosen Rennens. 

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